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Presseinformation

Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ an einem Tag
Vortragszyklus in 4 Teilen mit Dias und Musik von Dr. Sven Friedrich
13. Januar 2007, Beginn 15 Uhr, Blax Box, Gasteig München
Veranstalter: Richard Wagner Verband München (www.rwv-muenchen.de)


Richard Wagners „Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend“, die Tetralogie Der Ring des Nibelungen ist das inkommensurable Werk der Musiktheatergeschichte schlechthin. Seinem Anspruch und seinen Dimensionen nach hat es in der gesamten Musik- und Theatergeschichte seinesgleichen nicht. Mit seinen insgesamt rund 14 Stunden Dauer stellt es Ausführende wie Zuschauer an den vier Aufführungstagen vor besondere Herausforderungen. Richard Wagner selbst war überzeugt davon, dass nur die besonderen Produktions- und Rezeptionsbedingungen von Festspielen eine angemessene Aufführung und Wahrnehmung dieses Riesenwerks ermöglichen würde. So bildet der Ring auch den Ausgangspunkt und das Zentrum von Idee und Verwirklichung der Bayreuther Festspiele. Die komplexe Dramaturgie und Psychologie des Ring, seine vielfältigen mythologischen Bezüge und Verweise sowie nicht zuletzt seine ungeheuren Ausmaße erschweren vielfach den Zugang zu einem der faszinierendsten Werke der gesamten Opernliteratur.

Dr. Sven Friedrich, Direktor des Richard-Wagner-Museums mit Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung – Haus Wahnfried – Bayreuth, befasst sich seit über 20 Jahren intensiv mit Leben und Werk Richard Wagners und der Geschichte der Bayreuther Festspiele. Der Ring nimmt dabei naturgemäß einen besonderen Stellenwert ein. So leitete er zuletzt die überaus erfolgreiche Sonderausstellung „Der Ring des Nibelungen. Die Szene als Modell – Bayreuther Festspiele 1876 bis 2000“, die aus Anlass des 130. Jahrestages der Gesamt-Uraufführung des Ring bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876 und der Neuinszenierung der Tetralogie im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2006 im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth gezeigt wurde.

Der vierteilige Vortragszyklus „Richard Wagners Ring des Nibelungen an einem Tag“ soll als Einführung in jedes der vier Einzelwerke Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried und Götterdämmerung und damit den gesamten Ring in je 90 Minuten einen ebenso umfassenden wie kompakten, dabei aber verständlichen Zugang zu Richard Wagners Hauptwerk eröffnen. Hierzu werden vor dem biographisch-werkgeschichtlichen Hintergrund Inhalt und Dramaturgie des Ring ebenso erläutert wie seine spezifische musikalische Struktur der narrativen Semantik der „Leitmotive“. Daher beanspruchen die Musikbeispiele jeweils immerhin rund die Hälfte der Vortragsdauer, illustriert werden die Ausführungen zudem durch zahlreiche Lichtbilder. Als besonders spektakuläre Marathon-Veranstaltung, die fast halb so lang ist wie der Ring selbst, bietet die Vortragsreihe dem Zuhörer nicht nur einen intensiven Eindruck, sondern auch ein bleibendes Verständnis dieses unvergleichlichen Werks.     Dr. Sven Friedrich, Bayreuth

Pressekontakt
PR Ute Armanski München, Tel 089 - 4480238, Fax 089 – 4480236, e-Mail: info@pr-armanski.de

Informationen über den Richard Wagner Verband München e.V (RWV München)
Dieser wurde als "Richard Wagner Verein in München" bereits am 17. September 1871 gegründet und existierte mit Unterbrechungen bis 1945. Am 5. November 1953 wurde er wieder ins Leben gerufen, nun aber als "Richard Wagner Verband". Im Jahr 2003 wurde dehalb "50 Jahre Wiedergründung" in München gefeiert. Der Verband versteht sich als ein Forum für Musik- und Kunstfreunde, wobei die Beschäftigung mit dem universellen Schaffen Richard Wagners im Mittelpunkt des Interesses steht. Der RWV München bietet etwa allmonatlich ein vielfältiges kulturelles Programm wie Konzerte/Liederabende, Autorenlesungen/Vorträge, Gespräche und Diskussionen, Ausflüge außerdem Opern- und Theaterfahrten weltweit.
Ein weiterer Schwerpunkt: Die Unterstützung der von Richard Wagner noch selbst gegründeten "Stipendiatenstiftung" für die Bayreuther Festspiele ist seit 1909 Hauptanliegen der Richard Wagner Ortsverbände. Jedes Jahr erhalten 250 junge Nachwuchskünstler ein Bayreuth-Stipendium, finanziert aus den Mitgliederbeiträgen der Richard Wagner Verbände. Mehr als 1 Million Euro wurden allein seit 1951 zur Förderung von etwa 9000 jungen Künstlern zum kostenlosen Besuch der Bayreuther Festspiele aufgebracht. Stipendiaten waren beispielsweise Hildegard Behrens, Gundula Janowitz, Christian Thielemann und Bernd Weikl.


Zu den Höhepunkten des Programmangebots gehört der alljährlich stattfindende Internationale Richard Wagner Kongress in einer jeweils anderen Stadt des In- oder Auslands, im letzten Jahr fand dieser in Tallin/Estland und 2007 findet er in Weimar statt. Neben einem attraktiven kulturellen Rahmenprogramm besteht die Möglichkeit, Wagnerfreunde aus aller Welt zu treffen. Mittlerweile gibt es weltweit 134 im Richard Wagner Verband International (RWVI) zusammengeschlossene Richard Wagner Gesellschaften mit etwa 35.000 Mitgliedern.
Websites: www.rwv-muenchen.de www.richard-wagner-verband.de.


 
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