Pressemitteilung
und Einladung
KONZERT
Dienstag, 26. Februar 2008, 20 Uhr
Hubert-Burda-Saal
Jüdisches Zentrum Jakobsplatz, Jakobsplatz
Paul Dessau: Der verzauberte Wald
Originalmusik zum Film von Ladislas Starewitch (1928)
mit Filmvorführung
Hans Werner Henze: Der Idiot
Mimodram mit Szenen aus Dostojewskis gleichnamigen Roman
Texte von Ingeborg Bachmann
Konzertante Aufführung mit Sprecherin
Sprecherin: Anna Schudt
Orchester Jakobsplatz München
Leitung: Daniel Grossmann
Eintrittskarten: 20,- und 12,-
Zzg.Vorverkaufsgebühr
Süddeutsche Zeitung Tickets
Tickethotline: 0180 1100 1200, www.sz-tickets.de
München Ticket, Telefon: 0180 5481818
und Abendkasse
Pressekontakt:
Medienvertreter erhalten Pressekarten für das Konzert und Presseinformationen über
PR Ute Armanski, Tel. 089-4480238, Fax 089-4480236, Mobiltelefon 0160-94695977
E-Mail: info@pr-armanski.de Im Orchester Jakobsplatz München ( www.orchester-jakobsplatz.de),
das 2005 von jungen Mitgliedern der Israelitischen Kultusgemeinde München
und Oberbayern gegründet wurde, spielen professionelle Musiker verschiedener
Nationalität und Religionszugehörigkeit.
Als Begegnungsstätte soll es den Dialog fördern und mit der
universellen Sprache der Musik zu einer Kultur des Zusammenlebens beitragen.
Die wichtigste künstlerische Zielsetzung des Orchesters Jakobsplatz
München besteht in der Aufführung selten gespielter Werke verfolgter
jüdischer Komponisten sowie in der Vergabe von Kompositionsaufträgen
mit jüdischem Bezug.
PAUL DESSAU (1894 – 1979) wurde in Hamburg geboren. Sein Großvater
war Kantor an einer Hamburger Synagoge. 1912 begann er als Korrepetitor
am Stadttheater in Hamburg seine Karriere als Dirigent. Ab 1919 war er,
neben anderen Theaterstationen, unter Otto Klemperer an der Kölner
Oper engagiert und wechselte später an die Städtische Oper
Berlin zu Bruno Walter. Mittlerweile hatte er sich auch als Komponist
einen ersten Namen gemacht. Bald wurde er von dem neuen Medium Film angezogen
und begann eine außergewöhnliche Karriere als musikalischer
Leiter an verschiedenen Filmtheatern. In dieser Zeit arbeitete er intensiv
daran, neue musikalische Elemente und einen neuen Klang in seinen Filmmusiken
zu entwickeln. So entstand auch die Musik zum Stummfilm „Der verzauberte
Wald“ von Ladislas Starewitch. Zu der Musik wird der Originalfilm
von Starewitch gezeigt.
LADISLAS STAREWITCH (1882-1965), Maler und Bildhauer, Mitarbeiter des
Moskauer Künstlertheaters, Professor für Naturwissenschaften
und Filmer. Ladislas Starewitch gehörte zu den Pionieren der Stop-Motion-Technik,
wo er häufig präparierte Insekten und Tierfiguren als Protagonisten
seiner Filme einsetzte. Er begann seine Arbeit in Russland und setzte
sie nach der Oktoberrevolution in Frankreich fort. Sein bekanntestes
Projekt war der Puppentrickfilm LE ROMAN DE RENARD (REINEKE FUCHS, 1938).
HANS WERNER HENZE (1926) gehört zu den bedeutendsten deutschen Komponisten
des 20. Jahrhunderts. 1952 komponierte er das Mimodram „Der Idiot“ zu
Texten von Ingeborg Bachmann.
Der Roman „Der Idiot“ von Dostojewski diente Henze als Kompostionsvorlage
für eine Ballet t-Pantomime der Choreographin Tatjana Gsovsky. Auf
Bitte Henzes hin verfasste Ingeborg Bachmann nach der Uraufführung
den neuen, lyrischen Text „Ein Monolog des Fürsten Myschkin“.
Henze: "Dieses Werk ist der Versuch, Musik, Dichtung, Tanz und Schauspiel
auf neue Weise in Berührung zu bringen".
Das Orchester Jakobsplatz München führt das Werk konzertant
mit Sprecherin auf.
ANNA SCHUDT (1974) wurde nach der Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule
Mitglied der Münchner Kammerspiele, wo sie in Stücken wie „Musik“ von
Wedekind, „König Lear“ von Shakepeare und „Wer
hat Angst vor Virginia Woolf“ von Albee aufgetreten ist. 1999 wechselte
sie zur Schaubühne Berlin und ab 2001 wurde sie Mitglied des Bayerischen
Staatsschauspiels, dort seit 2004 als freie Schauspielerin. Sie hat u.a.
in „Kabale und Liebe“ von Schiller, „Onkel Wanja“ von
Tschechow und „Maria Stuart“ von Shakepeare gespielt. Anna
Schudt ist auch als Fernseh –und Filmschauspielerin bekannt.
VORSCHAU - Nächstes Programm des Orchester Jakobsplatz
Dienstag, 8. April 20 Uhr, Hubert-Burda-Saal, Jüdisches Zentrum
Jakobsplatz
19 Uhr Synagogenführung (Details hierzu werden noch mitgeteilt)
Claude Debussy: L‘après-midi d‘un faune (Bearbeitung
für Kammerorchester)
Gustav Mahler: Kindertotenlieder (Bearbeitung für Kammerorchester)
Solistin: Ann-Katrin Naidu (Mezzosopran)
Viktor Ullmann: Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
Sprecher: Jochen Striebeck
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