Pressemitteilung
Montag, 6.10.2008, 20:30 Uhr
Hubert-Burda-Saal, Jüdisches Zentrum München, Jakobsplatz
100 Jahre „Lied von der Erde“
Gustav Mahler: Das Lied von der Erde (1908)
In der Kammerorchesterfassung von Arnold Schönberg/Rainer Riehn
Ann-Katrin Naidu, Mezzosopran
Kevin Conners, Tenor
Daniel Grossmann, Dirigent
Pressekontakt (Pressematerial, Anmeldung):
PR Ute Armanski, Tel. 089-4480238, info@pr-armanski.de, 0160-94695977
Pressefotos per down-load über: www.orchester-jakobsplatz.de, www.danielgrossmann.de
Karten: 30,-20,-12,- zzgl. Vorverkaufsgebühr
Süddeutsche Zeitung Tickets Tickethotline: 0180 1100 1200 www.sz-tickets.de
München Ticket, Telefon 0180 5481818 und Abendkasse
Über das Werk:
Mit dem Lied von der Erde setzt das Spätwerk Gustav Mahlers ein,
in dem er zu einer deutlich anderen Tonsprache als in seinen früheren
Kompositionen fand. Mahler begann mit der Komposition 1907, in dem ihn
drei schwere Schicksalsschläge ereilten: Mahlers ältere Tochter
Maria Anna, genannt „Putzi“, war im Alter von vier Jahren
an Diphtherie gestorben. Nach einer antisemitisch motivierten Pressekampagne
gegen seine Person hatte er als Direktor der Wiener Hofoper zurücktreten
müssen. Außerdem wurde in diesem Jahr eine schwere Herzkrankheit
diagnostiziert, die vier Jahre später zu seinem Tod führte.
In dieser Phase beschäftigte er sich mit Hans Bethges Sammlung „Die
Chinesische Flöte“ mit Nachdichtungen altchinesischer Lyrik.
Die Texte ließen ihn zu einer Reduziertheit und Kargheit der Tonsprache
finden, die in krassem Gegensatz zu dem Aufgebot von Riesenorchestern
und -chören seiner früheren Werke steht.
Die von Arnold Schönberg als Fragment hinterlassene, von Rainer
Riehn vollendete Kammerensemble-Fassung des »Liedes von der Erde« von
Gustav Mahler ist im letzten Jahrzehnt weltweit fast so häufig,
zeitweilig sogar häufiger aufgeführt worden als die Mahlersche
Originalfassung mit großem Orchester. Die Einrichtung durch Schönberg
reicht nur bis etwa zur Mitte des ersten Satzes; die Bearbeitung von
dessen zweiter Hälfte sowie der fünf übrigen Sätze
stammt von Rainer Riehn.
Das Orchester:
Im Orchester Jakobsplatz München ( www.orchester-jakobsplatz.de),
das 2005 von jungen Mitgliedern der Israelitischen Kultusgemeinde München
und Oberbayern gegründet wurde, spielen professionelle Musiker verschiedener
Nationalität und Religionszugehörigkeit. Als Begegnungsstätte
soll es den Dialog fördern und mit der universellen Sprache der
Musik zu einer Kultur des Zusammenlebens beitragen.
Die wichtigste künstlerische Zielsetzung des Orchesters Jakobsplatz
München besteht in der Aufführung selten gespielter Werke verfolgter
jüdischer Komponisten sowie in der Vergabe von Kompositionsaufträgen
mit jüdischem Bezug.
Biographien:
Ann-Katrin Naidu, Ausbildung und Diplom mit Auszeichnung an der Hochschule
für Musik und darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt Stuttgart.
Währenddessen Auftritte an der Württembergischen Staatsoper,
an den Opernhäusern von Saarbrücken und Mannheim. Am Gärtnerplatztheater
München trat sie in ca. 20 Bühnenrollen mit großem
Erfolg auf. An der Staatsoper München sang sie unter Zubin Mehta
die Wellgunde und Waltraute im Ring des Nibelungen sowie Meg Page in
Falstaff und Flora in La Traviata neben Anna Netrebko und Rolando Villazon.
Debüt an der Mailänder Scala. Gastspiele in Japan, Israel
und USA. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie z.B. mit Zubin
Mehta und Fabio Luisi; in der laufenden Spielzeit mit Christian Thielemann
bei den Münchner Philharmonikern.
Im April dieses Jahres hat Ann-Katrin Naidu die Kindertotenlieder von
Gustav Mahler mit dem Orchester Jakobsplatz in München und Würzburg
aufgeführt.
Kevin Conners: Geboren in East Rochester/New York; Studium an der Eastman
School of Music in New York und am Salzburger Mozarteum; Seit 1990 festes
Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Intensive Pflege von Konzert-
und Liedgesang, zahlreiche Gastverpflichtungen im In- und Ausland. 1995
Debüt an der Mailänder Scala als Monostatos in der Zauberflöte.
Neben zahlreichen Rollen feierte er sein großer Erfolg an der Bayerischen
Staatsoper mit der Titelpartie in „Die Ausflüge des Herrn
Broucek“ 1995. Seit 2005 ist er Bayerischer Kammersänger.
In der Neuinszenierung vom Alban Bergs „Wozzek“ im November
2008 übernimmt er die Rolle des Andres. Bei der Aufführung
der Kammeroper von ViktorUllmann „Der Kaiser von Atlantis“,
eine Kooperation des Orchesters Jakobsplatz München mit der Bayerischen
Staatsoper in Herbst 2007, hat Kevin Conners den „Harlekin“ gesungen.
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